Geschirr wird nicht sauber: Was tun?

Aktualisiert am 3. Oktober 2026 von der Redaktion

Wenn die Spülmaschine nicht richtig reinigt, liegt es selten am Tab. Viel häufiger sind ein verstopftes Sieb, blockierte Sprüharme oder eine ungünstige Beladung schuld. Arbeite die Checkliste von oben nach unten ab.

Kurz gesagt: Reinigt die Spülmaschine nicht richtig, prüfe in dieser Reihenfolge: Sieb reinigen, Sprüharme auf Drehbarkeit und verstopfte Düsen prüfen, Geschirr locker einräumen, ein ausreichend langes Programm wählen und erst dann das Spülmittel wechseln. Die Stiftung Warentest rät außerdem, mindestens monatlich ein Intensivprogramm mit Spülmittel laufen zu lassen.

Checkliste: Warum die Spülmaschine nicht richtig reinigt

SymptomHäufige UrsacheWas du tust
Essensreste und Krümel auf allem GeschirrSieb verstopft, Schmutz zirkuliertSieb ausbauen und reinigen
Nur einzelne Bereiche schmutzigSprüharm blockiert oder Düsen verstopftSprüharme drehen, Düsen säubern
Innenseiten von Schüsseln schmutzigBeladung zu dicht, Öffnungen falsch ausgerichtetLocker und schräg nach unten einräumen
Angetrocknete Stärke oder Ei bleibtProgramm zu kurz oder zu kaltEco- oder Automatikprogramm statt Kurzprogramm
Tabreste im DosierfachKlappe blockiert oder Tab löst sich nichtDosierfach freihalten
Teeränder in TassenSpülmittel ohne BleicheTabs oder Pulver mit Sauerstoffbleiche verwenden
Schmieriger FilmFettablagerungen in der MaschineIntensivprogramm oder Maschinenreiniger

Sieb reinigen: der wichtigste Schritt

Das Sieb am Boden der Maschine hält Speisereste zurück. Ist es zugesetzt, verteilt die Pumpe den Schmutz wieder auf dem Geschirr, und der Wasserdruck sinkt. Die Stiftung Warentest rät im Test 08/2026 ausdrücklich dazu, das Sieb regelmäßig zu reinigen. Im selben Test führte ein Markenprodukt im Langzeittest sogar zu Ablagerungen, die das Sieb zusetzten.

  1. Sieb herausnehmen. Meist drehst du den Siebeinsatz gegen den Uhrzeigersinn und hebst ihn heraus. Beachte die Anleitung deines Geräts.
  2. Grobe Reste entfernen. Klopfe Speisereste über dem Mülleimer aus.
  3. Ausspülen. Reinige Grob- und Feinsieb unter warmem Wasser mit einer Bürste und etwas Handspülmittel.
  4. Wieder einsetzen. Das Sieb muss hörbar einrasten und flach aufliegen, sonst gelangt Schmutz in die Pumpe.

Wie oft das nötig ist, hängt davon ab, wie viel du spülst. Ein kurzer Blick einmal pro Woche schadet nicht. Ein schmutziges Sieb ist übrigens auch die häufigste Ursache, wenn die Spülmaschine riecht.

Sprüharme prüfen und Düsen frei machen

Dreh jeden Sprüharm mit der Hand. Er muss sich frei bewegen und darf nirgends an Geschirr oder Besteck anschlagen. Halte ihn danach gegen das Licht: Sind Düsen mit Kalk, Kernen oder Etikettenresten verstopft, stich sie mit einem Zahnstocher frei und spüle den Arm unter fließendem Wasser durch. Viele Sprüharme lassen sich zum Reinigen abnehmen. Wie das bei deinem Modell geht, steht in der Bedienungsanleitung.

Richtig einräumen: Wasser muss überall hinkommen

Programm und Spülmittel passend wählen

Kurzprogramme sind für leicht verschmutztes Geschirr gedacht. Angetrocknete Reste brauchen Zeit, damit die Enzyme im Spülmittel arbeiten können. Das Eco-Programm spült zwar mit niedrigerer Temperatur, dafür aber deutlich länger und reinigt normal verschmutztes Geschirr gut.

Erst wenn Maschine, Beladung und Programm stimmen, lohnt sich ein Blick aufs Spülmittel. Im Test der Stiftung Warentest (Heft 08/2026) erhielten 8 von 16 Produkten ein „gut“, drei aber nur „mangelhaft“. Die meisten Caps kamen mit den Verschmutzungen schlechter zurecht als die besten Tabs. Die Ergebnisse findest du unter Spülmaschinentabs im Test. Spülst du oft kurz, sind schnell lösliche Caps trotzdem eine Option, siehe Tabs fürs Kurzprogramm.

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Maschine reinigen: Fett und Kalk im Inneren

Mit der Zeit sammeln sich Fett und Kalk in Leitungen, Sprüharmen und Dichtungen. Die Tester empfehlen, mindestens einmal im Monat ein Intensivprogramm mit Spülmittel laufen zu lassen. Bei hartnäckigen Ablagerungen hilft ein Maschinenreiniger im Leerlauf, siehe Spülmaschine reinigen.

Steht nach dem Spülen Schaum in der Maschine, ist oft Handspülmittel im Spiel, siehe Schaum in der Spülmaschine. Hilft nichts davon, kann eine defekte Umwälzpumpe oder Heizung die Ursache sein. Dann ist der Kundendienst gefragt. Weitere Anleitungen bietet der Ratgeber.

Häufige Fragen zu schlechtem Spülergebnis

Warum ist mein Geschirr nach dem Spülen sandig?

Feine, sandige Rückstände stammen meist aus einem verstopften Sieb oder von Kalk. Reinige das Sieb und prüfe Salz und Härteeinstellung.

Hilft ein anderer Tab, wenn das Geschirr nicht sauber wird?

Nur, wenn Sieb, Sprüharme, Beladung und Programm in Ordnung sind. Liegt es wirklich am Spülmittel, lohnt sich ein Blick in aktuelle Tests.

Wie oft sollte ich das Sieb der Spülmaschine reinigen?

Regelmäßig, je nach Nutzung etwa einmal pro Woche bis einmal im Monat. Sieh öfter nach, wenn du viel stark verschmutztes Geschirr spülst.

Reinigt das Eco-Programm schlechter?

Nicht bei normal verschmutztem Geschirr. Es arbeitet mit niedrigerer Temperatur, gleicht das aber durch eine längere Laufzeit aus.

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