Spülmaschine reinigen: Komplettanleitung

Aktualisiert am 3. Oktober 2026 von der Redaktion

Eine saubere Spülmaschine spült besser, riecht nicht und hält länger. Die meiste Arbeit macht das Sieb, der Rest ist eine Frage von ein paar Minuten im Monat.

Kurz gesagt: Um die Spülmaschine zu reinigen, spülst du wöchentlich das Sieb unter fließendem Wasser aus, wischst regelmäßig Dichtungen und Türrand ab und lässt mindestens einmal im Monat ein Intensivprogramm mit Spülmittel laufen, wie es die Stiftung Warentest empfiehlt (Heft 08/2026). Sprüharme prüfst du alle paar Monate auf verstopfte Düsen. Bei Geruch, Fettfilm oder Kalk helfen Maschinenreiniger bzw. Entkalker.

Reinigungsplan für die Spülmaschine

WannWasDauer
Nach jedem SpülgangGrobe Reste aus dem Sieb nehmen, Tür kurz zum Lüften offen lassen1 Minute
WöchentlichSieb herausnehmen und ausspülen5 Minuten
MonatlichIntensivprogramm mit Spülmittel, Dichtungen und Türrand abwischen10 Minuten plus Programm
Alle paar MonateSprüharme abnehmen und Düsen reinigen, Innenraum kontrollieren15 Minuten
Bei BedarfMaschinenreiniger bei Geruch oder Fett, Entkalken bei KalkbelagProgrammdauer
LaufendSalz und Klarspüler nachfüllen, wenn die Anzeige leuchtet2 Minuten

Die Intervalle sind Richtwerte. Bei viel Geschirr und stark verschmutzten Töpfen reinigst du das Sieb öfter, bei wenig Nutzung seltener.

Sieb reinigen: der wichtigste Schritt

Die Stiftung Warentest betont in ihrem Test von Heft 08/2026, das Sieb regelmäßig zu reinigen. Im Langzeittest hatte ein Markenprodukt Ablagerungen verursacht, die das Sieb zusetzten. Ein verstopftes Sieb verschlechtert das Spülergebnis und kann Gerüche verursachen.

  1. Unterkorb herausziehen. Das Sieb sitzt mittig am Boden der Maschine.
  2. Sieb herausdrehen. Meist mit einer Vierteldrehung gegen den Uhrzeigersinn, dann nach oben herausheben. Details stehen in der Bedienungsanleitung.
  3. Unter warmem Wasser ausspülen. Hartnäckige Fett- und Speisereste mit einer weichen Bürste entfernen, etwas Spülmittel hilft gegen Fett.
  4. Sieböffnung kontrollieren. Reste, Glassplitter oder Etiketten aus dem Sumpf entfernen. Vorsicht bei Scherben.
  5. Wieder einsetzen und einrasten lassen. Ein nicht richtig eingesetztes Sieb lässt Schmutz in die Pumpe.

Achtung: Vor Arbeiten am Sieb oder an den Sprüharmen die Maschine ausschalten. Bei Glasbruch Handschuhe tragen. Reiniger nie mischen.

Sprüharme und Düsen reinigen

Sind Düsen verstopft, erreicht das Wasser Teile des Geschirrs nicht. Typisches Zeichen: Geschirr bleibt an bestimmten Stellen schmutzig. Mehr Ursachen dazu unter Geschirr wird nicht sauber.

  1. Sprüharme abnehmen. Je nach Modell abschrauben oder ausclipsen, laut Bedienungsanleitung.
  2. Düsen freimachen. Mit einem Zahnstocher Reste aus den Öffnungen holen, dann unter fließendem Wasser durchspülen.
  3. Drehbarkeit prüfen. Nach dem Einsetzen müssen sich die Arme frei drehen lassen.

Dichtungen, Tür und Innenraum

An den Gummidichtungen und unten am Türrand sammeln sich Fett und Speisereste, die das Programm nicht erreicht. Ein feuchtes Tuch mit etwas Handspülmittel reicht. Anschließend mit klarem Wasser nachwischen, damit kein Spülmittel in die Maschine gelangt. Das würde stark schäumen.

Scheuermittel, Stahlwolle und Essigessenz haben in der Maschine nichts zu suchen. Sie können Edelstahl und Dichtungen beschädigen. Riecht die Maschine trotzdem, hilft die Ursachensuche unter Spülmaschine riecht.

Intensivprogramm, Maschinenreiniger und Entkalken

Ein Intensivprogramm mit normalem Tab löst Fett aus Leitungen und Pumpe. Die Stiftung Warentest empfiehlt das mindestens monatlich. Wer fast nur Eco- oder Kurzprogramme nutzt, kann zusätzlich zu einem Maschinenreiniger greifen. Gegen Kalkbeläge im Innenraum hilft dagegen ein Entkalker, siehe Spülmaschine entkalken.

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Salz und Klarspüler gehören zur Pflege

Kalk ist der zweite große Feind der Spülmaschine. Mit ausreichend Regeneriersalz und richtig eingestellter Wasserhärte bleibt der Innenraum weitgehend kalkfrei. Der Klarspüler sorgt für fleckenfreies Trocknen.

Auch die Wahl des Reinigers spielt eine Rolle: Welche Tabs im Langzeittest unauffällig blieben und gut reinigten, zeigt unser Spülmaschinentabs-Test. Weitere Pflegethemen findest du im Ratgeber.

Häufige Fragen zum Reinigen der Spülmaschine

Wie oft sollte man das Sieb der Spülmaschine reinigen?

Eine wöchentliche Reinigung ist ein guter Richtwert, bei vielen stark verschmutzten Töpfen auch öfter. Grobe Reste kannst du nach jedem Spülgang herausnehmen.

Kann ich die Spülmaschine mit Natron reinigen?

Natron kann gegen leichte Gerüche helfen. Gegen festsitzendes Fett und Kalk wirkt es kaum, dafür sind Intensivprogramm, Maschinenreiniger oder Entkalker besser.

Warum stinkt meine Spülmaschine trotz Reinigung?

Häufig liegt es an Resten im Sumpf unter dem Sieb, an verschmutzten Dichtungen oder an einem schlecht laufenden Abfluss. Auch ausschließliches Spülen bei niedrigen Temperaturen fördert Gerüche.

Darf ich die Spülmaschine mit Backofenspray reinigen?

Nein. Backofenreiniger ist dafür nicht gedacht und kann Dichtungen und Kunststoffteile angreifen. Nutze nur Mittel, die für Geschirrspüler vorgesehen sind.

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