Fettfilm auf dem Geschirr

Aktualisiert am 3. Oktober 2026 von der Redaktion

Geschirr fettig nach der Spülmaschine ist fast nie ein Fehler des Tabs allein. Meist kommt das gelöste Fett zurück aufs Geschirr, weil das Sieb voll ist, das Wasser zu kühl bleibt oder zu wenig Wasser in die Maschine läuft.

Kurz gesagt: Ist dein Geschirr nach der Spülmaschine fettig, reinige zuerst das Sieb und die Sprüharme und wähle für fettiges Geschirr ein Programm mit mindestens 50 bis 60 °C. Hilft das nicht, lass die Maschine leer mit Maschinenreiniger oder im Intensivprogramm mit Spülmittel laufen. Bleibt der Fettfilm trotzdem, prüfe Wasserzulauf, Ablaufschlauch und Heizung.

Die häufigsten Ursachen für einen Fettfilm

Gehe die Ursachen in dieser Reihenfolge durch. Die ersten drei Punkte erklären die meisten Fälle und kosten dich nur ein paar Minuten.

UrsacheTypisches AnzeichenLösung
Sieb verstopft oder verfettetWasser steht nach dem Programm im Boden, GeruchSieb ausbauen, mit heißem Wasser und Bürste reinigen
Temperatur zu niedrigProblem vor allem nach Eco- oder KurzprogrammFür Pfannen, Auflaufformen und Plastikdosen ein heißeres Programm wählen
Maschine innen verfettetSchmieriger Belag an Türdichtung und WändenLeerlauf mit Maschinenreiniger oder Intensivprogramm mit Spülmittel
Sprüharme verstopftEinzelne Bereiche bleiben fettig, oft oben oder hintenDüsen mit Zahnstocher frei machen, Arme unter Wasser durchspülen
Zu wenig SpülmittelHalbierter Tab, stark verschmutztes GeschirrGanzen Tab nehmen, bei viel Fett nicht sparen
Zu wenig WasserMaschine wirkt leise, Fehlermeldung zum WasserzulaufWasserhahn ganz öffnen, Zulaufschlauch auf Knicke und Sieb prüfen
Abwasser läuft zurückFettfilm trotz sauberem Sieb, Gerüche aus dem AbflussAblaufschlauch und Anschluss am Siphon prüfen
Heizung defektGeschirr ist am Programmende kalt, alles bleibt fettigKundendienst oder Fachbetrieb

Warum fettiges Geschirr nach der Spülmaschine meist am Sieb liegt

Die Spülmaschine wälzt dasselbe Wasser während eines Spülgangs immer wieder um. Ist das Sieb voll, kann das gelöste Fett nicht abgepumpt werden. Es schwimmt im Spülwasser und legt sich beim Abkühlen wieder auf Gläser, Teller und vor allem Kunststoff.

Reinige das Sieb deshalb regelmäßig, bei fettreicher Küche auch wöchentlich. Das empfiehlt auch die Stiftung Warentest in ihrem Test von Spülmittel für Geschirrspüler (Heft 08/2026) als Pflegetipp.

  1. Sieb ausbauen. Das Grobsieb im Boden lässt sich meist durch Drehen lösen. Das Feinsieb hängt daran oder liegt flach darunter.
  2. Grob ausklopfen. Essensreste in den Biomüll geben, nicht in den Ausguss.
  3. Heiß reinigen. Mit heißem Wasser, etwas Handspülmittel und einer Bürste das Fett von den Maschen lösen.
  4. Sumpf auswischen. Den Bereich unter dem Sieb mit einem Tuch säubern.
  5. Richtig einsetzen. Das Sieb muss hörbar einrasten, sonst gelangen Reste in die Pumpe.

Temperatur und Programm: Fett braucht Wärme

Eco-Programme sparen Energie, weil sie mit niedrigerer Temperatur und längerer Laufzeit arbeiten. Für normal verschmutztes Geschirr reicht das. Bei Bratpfannen, Ofenformen oder Brotdosen mit Butterresten bleibt bei kühlen Programmen eher ein Film zurück.

Kunststoff fühlt sich nach dem Spülen oft fettiger an als Glas oder Porzellan. Fett haftet an Kunststoffoberflächen besser, und das Material trocknet schlechter. Mehr dazu unter Plastik bleibt nass.

Maschine entfetten: Maschinenreiniger oder Intensivprogramm

Wenn sich Fett in Schläuchen, an Dichtungen und im Pumpensumpf abgelagert hat, gibt die Maschine bei jedem Spülgang etwas davon wieder ab. Dann hilft ein Leerlauf bei hoher Temperatur.

Eine ausführliche Anleitung findest du unter Spülmaschine reinigen und Maschinenreiniger im Überblick.

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Wasserzulauf und Ablauf prüfen

Bleibt der Fettfilm, obwohl Sieb und Sprüharme sauber sind, prüfe die Wasserwege. Das klingt aufwendig, dauert aber meist nur wenige Minuten.

Achtung: Vor Arbeiten an Schläuchen oder Anschlüssen Stecker ziehen und Wasserzufuhr schließen. Bei Elektrik oder Heizung keine eigenen Reparaturen, sondern Kundendienst oder Fachbetrieb.

Spielt der Tab eine Rolle?

Ja, aber selten die Hauptrolle. Im Test der Stiftung Warentest (Heft 08/2026) unterschieden sich die Produkte deutlich bei der Reinigungsleistung, und die meisten Caps kamen mit den Verschmutzungen schlechter zurecht als die besten Tabs. Ein Markenprodukt verursachte im Langzeittest sogar Ablagerungen, die das Sieb zusetzten. Welche Produkte gut abschnitten, zeigt unser Spülmaschinentabs-Test.

Wichtiger als die Marke ist die richtige Dosierung: Halbierte Tabs oder zu sparsames Pulver reichen bei fettigem Geschirr oft nicht. Weitere Ursachen für schlechte Spülergebnisse findest du unter Geschirr wird nicht sauber und im Ratgeber. Läuft auch Silber dunkel an, lies Silberbesteck in der Spülmaschine.

Häufige Fragen zu fettigem Geschirr

Warum ist nur das Plastikgeschirr fettig?

Fett haftet an Kunststoff stärker als an Glas oder Porzellan. Schon kleine Mengen Fett im Spülwasser bleiben deshalb zuerst auf Dosen und Bechern sichtbar.

Hilft Vorspülen gegen den Fettfilm?

Grobe Reste abzukratzen hilft, Vorspülen unter fließendem Wasser ist dagegen meist unnötig. Entscheidend sind ein sauberes Sieb und ein ausreichend heißes Programm.

Wie oft sollte ich das Sieb reinigen?

Spätestens, wenn Reste sichtbar sind, bei fettreicher Küche etwa einmal pro Woche. Ein kurzer Blick nach jedem stark verschmutzten Spülgang lohnt sich.

Kann ein Defekt hinter fettigem Geschirr stecken?

Ja. Ist das Geschirr am Programmende kalt, obwohl ein heißes Programm lief, kann die Heizung defekt sein. Das sollte ein Kundendienst prüfen.

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