Glossar rund um Spülmaschinentabs

Aktualisiert am 3. Oktober 2026 von der Redaktion

Amylase, Builder, Zeolith: Auf Packungen und in Tests tauchen viele Fachbegriffe auf. Dieses Glossar erklärt die wichtigsten Begriffe rund um Spülmaschinentabs, Spülmaschine und Wasserhärte in ein bis drei Sätzen.

Kurz gesagt: Ein Spülmaschinentab besteht im Kern aus Enthärtern (Builder), Enzymen, Sauerstoffbleiche und schaumarmen Tensiden. Dazu kommen je nach Produkt Klarspüler-, Glasschutz- und Salzfunktion. Wie diese Bestandteile zusammenarbeiten, erklärt So wirken Spülmaschinentabs; eine ausführliche Übersicht findest du unter Inhaltsstoffe von Spülmaschinentabs.

A bis D

All-in-One-Tab (Multitab)
Tab, der neben dem Reinigen weitere Funktionen wie Klarspülen, Wasserenthärtung oder Glasschutz übernehmen soll. Wie gut das gelingt, hängt stark von der Wasserhärte ab, siehe All-in-One-Tabs.
Amylase
Enzym, das Stärke abbaut, etwa angetrocknete Reste von Nudeln, Reis, Kartoffeln oder Haferflocken.
Bleichaktivator
Stoff, der dafür sorgt, dass die Sauerstoffbleiche schon bei niedrigen Temperaturen wirkt. Ein häufig genutzter Aktivator ist TAED (Tetraacetylethylendiamin).
Builder (Gerüststoffe)
Sammelbegriff für Stoffe, die Kalk im Wasser binden und so die Reinigung unterstützen. In phosphatfreien Tabs übernehmen das zum Beispiel Citrate, Soda, Phosphonate oder MGDA.
Caps
Spülmittel in einer wasserlöslichen Hülle, oft mit Gel- oder Flüssiganteil. Sie lösen sich schnell auf, schnitten im Test der Stiftung Warentest (Heft 08/2026) aber überwiegend schwächer ab als die besten Tabs, siehe Caps vs. Tabs.
Citrat (Zitronensäuresalz)
Häufiger Enthärter in phosphatfreien Geschirrspülmitteln. Citrate gelten als gut biologisch abbaubar.
Deutsche Härte (°dH)
In Deutschland übliche Einheit für die Wasserhärte. 1 °dH entspricht rund 0,18 mmol Calcium- und Magnesiumionen pro Liter.
Dosierfach
Klappe in der Innenseite der Tür, die sich während des Programms automatisch öffnet und den Tab freigibt. Blockiert ein Teller oder Brett die Klappe, löst sich der Tab nicht richtig auf, siehe Dosierfach defekt.

E bis H

Eco-Programm
Standardprogramm, das mit niedrigerer Temperatur und längerer Laufzeit Energie spart. Gepresste Tabs haben darin genug Zeit, sich vollständig aufzulösen, siehe Eco-Programm.
Enthärtungsanlage (Ionenaustauscher)
Eingebautes Bauteil der Spülmaschine, das Kalk aus dem Wasser entfernt. Es wird mit Regeneriersalz regelmäßig „aufgeladen“ und muss auf die örtliche Wasserhärte eingestellt sein.
Enzyme
Biologisch aktive Eiweiße, die Speisereste gezielt aufspalten: Amylase zerlegt Stärke, Protease Eiweiß. Sie arbeiten schon bei niedrigen Temperaturen und machen Eco-Programme erst möglich.
Flugrost
Rostpartikel von nicht rostfreien Teilen, etwa einfachen Messern, die sich auf anderem Besteck oder Geschirr ablagern. Mehr unter Flecken auf Besteck.
Glaskorrosion
Dauerhafte Schädigung der Glasoberfläche, sichtbar als milchige Trübung oder Schillern. Sie wird vor allem durch hohe Temperaturen und sehr weiches Wasser begünstigt und lässt sich nicht rückgängig machen, siehe trübe Gläser.
Glasschutz
Zusatz in vielen Tabs, meist auf Basis von Metallsalzen wie Zink, der das Herauslösen von Bestandteilen aus dem Glas bremsen soll. Er beugt Glaskorrosion vor, kann sie aber nicht rückgängig machen.
Härtebereich
Einteilung der Wasserhärte nach dem Wasch- und Reinigungsmittelgesetz: weich unter 8,4 °dH, mittel 8,4 bis 14 °dH, hart über 14 °dH. Danach richten sich Salzeinstellung und Dosierung, siehe Wasserhärte.

K bis M

Klarspüler
Mittel, das im letzten Spülgang zugegeben wird. Es senkt die Oberflächenspannung, sodass das Wasser abläuft statt Tropfen zu bilden, und verbessert so Trocknung und Glanz. Mehr unter Klarspüler.
Kontaktkorrosion
Korrosion, die entstehen kann, wenn unterschiedliche Metalle wie Silber und Edelstahl im feuchten Milieu direkt aneinanderliegen. Deshalb sollten sie im Besteckkorb getrennt werden.
Maschinenreiniger
Spezialmittel, das in einem Leerlauf Fett- und Kalkablagerungen im Inneren der Spülmaschine löst. Siehe Maschinenreiniger.
MGDA
Methylglycindiessigsäure, ein Komplexbildner, der in phosphatfreien Geschirrspülmitteln Kalk bindet.
Monotab
Tab, der nur reinigt und ohne eingebaute Salz- oder Klarspülfunktion auskommt. Salz und Klarspüler gibst du separat zu. 15 Monotabs prüfte die Stiftung Warentest im Januar 2024.

N bis R

Natriumpercarbonat
Die übliche Sauerstoffbleiche in Tabs und Pulvern. Im Spülwasser setzt sie Sauerstoff frei, der Farbflecken wie Tee- und Kaffeeränder entfernt, siehe Teeränder entfernen.
Phosphat
Früher der wichtigste Enthärter in Geschirrspülmitteln. Seit dem 1. Januar 2017 begrenzt die EU-Verordnung Nr. 259/2012 den Gehalt auf höchstens 0,3 g Phosphor pro Standarddosis, siehe phosphatfrei.
Phosphonate
Phosphorhaltige Komplexbildner, die in kleinen Mengen Kalkablagerungen verhindern. Sie sind nicht dasselbe wie Phosphate.
Polyvinylalkohol (PVOH, PVA)
Kunststoff, aus dem die wasserlösliche Folie vieler Tabs und Caps besteht. Wie vollständig er in Kläranlagen abgebaut wird, wird diskutiert, siehe Mikroplastik.
Protease
Enzym, das Eiweiß abbaut, zum Beispiel angetrocknetes Ei, Milch oder Fleischreste.
Regeneriersalz
Grobkörniges, sehr reines Salz, das die Enthärtungsanlage der Spülmaschine regeneriert. Es reinigt nicht selbst, sondern sorgt dafür, dass kein Kalk auf dem Geschirr landet, siehe Regeneriersalz.

S bis Z

Sauerstoffbleiche
Bleichmittel auf Sauerstoffbasis, meist Natriumpercarbonat. Gele enthalten in der Regel keine Bleiche, weil sie in flüssigen Produkten nur begrenzt stabil ist.
Sieb
Filtereinheit am Boden der Spülmaschine, die Speisereste zurückhält. Die Stiftung Warentest rät, es regelmäßig zu reinigen, weil ein verstopftes Sieb das Spülergebnis verschlechtert.
Soda (Natriumcarbonat)
Alkalischer Grundstoff vieler Geschirrspülmittel. Er löst Fett und unterstützt die Enthärtung.
Sprüharm
Drehbarer Arm mit Düsen, der das Spülwasser im Innenraum verteilt. Verstopfte Düsen sind eine häufige Ursache, wenn Geschirr nicht sauber wird.
Tenside
Waschaktive Substanzen, die Fett lösen. In Spülmaschinentabs werden nur schaumarme Tenside eingesetzt, denn Schaum würde den Wasserdruck der Sprüharme stören.
Wasserhärte
Gehalt an gelösten Calcium- und Magnesiumverbindungen im Wasser. Je härter das Wasser, desto wichtiger sind Regeneriersalz und eine korrekte Einstellung der Maschine.
Wasserlösliche Folie
Hülle um Tabs und Caps, die sich im Spülwasser auflöst und deshalb nicht entfernt wird. Siehe wasserlösliche Folie.
Zeolith
Mineral mit Ionenaustauscher-Eigenschaften, das in Waschmitteln als Enthärter dient. Einige Geschirrspüler, etwa von Bosch und Siemens, nutzen Zeolith außerdem zur Trocknung: Es nimmt Feuchtigkeit auf und gibt dabei Wärme ab.

Du willst wissen, welche Tabs im Test überzeugt haben? Die Ergebnisse von Stiftung Warentest und anderen Instituten findest du unter Spülmaschinentabs im Test. Alle Anleitungen zu Problemen und Pflege sind im Ratgeber gesammelt.

Häufige Fragen zu Fachbegriffen

Was ist der Unterschied zwischen Phosphat und Phosphonat?

Phosphate wurden früher in großen Mengen als Enthärter eingesetzt und sind heute EU-weit stark begrenzt. Phosphonate sind andere phosphorhaltige Verbindungen, die nur in kleinen Mengen gegen Kalkablagerungen eingesetzt werden.

Warum enthalten Spülmaschinentabs Enzyme?

Enzyme spalten Stärke und Eiweiß schon bei niedrigen Temperaturen auf. Ohne sie wären sparsame Eco-Programme kaum möglich.

Was bedeutet °dH auf der Packung?

°dH steht für Grad deutscher Härte, die Einheit für die Wasserhärte. Viele Hersteller geben an, bis zu welcher Härte die Enthärtung im Tab ausreicht.

Ist Regeneriersalz dasselbe wie Spülmittel?

Nein. Regeneriersalz reinigt nicht, sondern hält die Enthärtungsanlage der Maschine funktionsfähig, damit sich kein Kalk auf dem Geschirr ablagert.

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